Eine Berufsunfähigkeitsversicherung macht besonders Sinn, wenn sie in jungen Jahren abgeschlossen wurde. Denn zu diesem Zeitpunkt ist dieser Versicherungsschutz am günstigsten. Und zudem ist der Versicherungsnehmer meist auch gesund. Gesundheit spielt eine Rolle, da der Versicherer Kunden ablehnen kann, wenn sie krank sind. Oft sind es psychische Krankheiten, die den Eintritt in eine Berufsunfähigkeitsversicherung verwehren. Rückenbeschwerden und Allergien sind auf dem Vormarsch und aus diesem Grund verlangen die Versicherungen Zuschläge, oder schließen den Schutz dafür ganz aus. Im schlimmsten Fall entfällt für den Betroffenen die erhoffte Berufsunfähigkeitsrente.

Absicherung nicht für jeden möglich

Bei der Berechnung der Beiträge spielt der ausgeübte Beruf eine entscheidende Rolle. Die Berufe sind in unterschiedliche Risikogruppen eingestuft. Desto höher das Risiko, desto tiefer muss der Versicherungsnehmer in die Tasche greifen. Manche Berufsgruppen wie Artisten oder bestimmte Künstler werden in die BU Versicherung gar nicht erst aufgenommen.

Absicherung der Berufsfähigkeit

laut der Statistik der Deutschen Rentenversicherung arbeiten mehr als Dreiviertel der Versicherten nicht bis zum Rentenalter. Das bedeutet, dass ein Fünftel der Erwerbstätigen bereits während der Berufsfähigkeit infolge von Krankheit den Beruf nicht mehr ausüben kann. Und das bezieht sich nicht nur auf die besonders riskanten Berufsbilder. Dabei scheinen sitzende Tätigkeiten vermehrt Erkrankungen hervorzurufen. Allein schon ein Bandscheibenvorfall kann dafür sorgen, dass der Betroffene seine Arbeit am Schreibtisch nicht mehr weiter ausüben kann. Aber eine andere Tätigkeit ist in der Regel auch nicht mehr denkbar. Hier droht der berufliche Totalausfall.

BU Versicherung nachträglich anpassen

In der Regel werden berufsunfähigkeitsversicherung stiftung warentest über viele Jahre abgeschlossen. Der Versicherungsnehmer sollte sowohl den Beitrag als auch die entsprechende Rente nachträglich ändern können. Es gibt Tarife, bei denen die Rente erhöht werden kann, auch ohne eine wiederholte Gesundheitsprüfung. Diese Klausel ist sinnvoll, denn im Laufe der Jahrzehnte kann sich der Absicherungsbedarf ändern. Der Kunde kann auch mit dem Versicherer vereinbaren, dass die Rente automatisch angepasst wird.

Staatliche Erwerbsminderungsrente

Wer von einer verminderten Erwerbsfähigkeit betroffen ist, bekommt Geld vom Staat. Die Deutsche Rentenversicherung erkennt den Anlass an und zahlt eine entsprechende monatliche Rentenleistung aus. Diese sollte als eine Hilfe angesehen werden, die den Kranken dabei unterstützt, wenn infolge eines Unfalls oder einer Krankheit eine Erwerbsminderung eingetreten ist. Damit diese in Kraft tritt, sollte der Versicherte wenigstens fünf Jahre pflichtversichert gewesen sein. Außerdem sollte der Betroffene 36 Monate lang in die Rentenkasse Beiträge eingezahlt haben. Dies sind Grundvoraussetzungen für die Auszahlung einer Erwerbsminderungsrente. Vor allem jüngere Erwerbstätige, die ihren Beruf gerade erst begonnen haben, kommen dafür gar nicht infrage, weil sie diese Voraussetzungen nicht erfüllen. Nur wenn alle Anforderungen der Deutschen Rentenversicherung erfüllt sind, kann eine Erwerbsminderungsrente erst ausgezahlt werden. Die Höhe dieser Rente lag im vergangenen Jahr bei ca. 750 Euro monatlich. Dieser Betrag ist relativ niedrig, um den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten zu können. Zudem kommt noch hinzu, dass die Leistung nur dann ausbezahlt wird, wenn der Betroffenen nicht einmal mehr 3 Stunden täglich arbeiten kann. Wer diese drei Stunden am Tag arbeiten kann, egal welche Tätigkeit, hat einen Anspruch auf die Hälfte dieser Rente.

Einzelnachweise:

BDV DE

Berufsunfähigkeitsversicherung-Kosten.de

Spiegel Online